#TakeCare Residenzen


Unter dem Dach des Meta Theater wurden an zwölf Residenzkünstler*innen Stipendien vergeben!

Das Programm #TakeCareResidenzen, im Rahmen von NEUSTART Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), fördert ergebnisoffene Recherchen, allerdings in Verbindung mit Residenzen eines Hauses des flausen+bundesnetzwerkes, dem das Meta Theater seit 2018 angehört. Ziel des Programmes ist es, die berufliche Existenz von professionellen Künstler*innen, die durch die Covid-19 Pandemie und die Einschränkungen im kulturellen Sektor existenziell betroffen sind, zu stabilisieren und die Verbindung mit kooperierenden Theater- und Residenzhäusern zu stärken. Bei dem Programm handelt es sich um eine stipendienartige Förderung, die an bundesweit bemerkenswerte und bundesländerübergreifend arbeitende Einzelkünstler*innen vergeben wird. Begleitet werden die Projekte durch Mentoren der Residenzhäuser.

Im Meta Theater hat die sechs Recherche Projekte mit einem kick off online hybrid Abend am 16.11.2020 gestartet. Weitere Einblicke gab es an monatlichen Werkabenden. Finale als Abschluß mit Präsentationen der Arbeitsergebnisse findet am 12.04.2021 statt, soweit möglich im Meta Theater, aber auch hybrid als Live Stream.

Wir hoffen, Ihr Interesse geweckt zuhaben. Es lohnt sich, neugierig zu bleiben!

Kick-Off Abend //  Mo. 16.11.2020, 20:00 (hybrid)

Werkabend  1  //  Mo. 14.12.2020, 20:00 (hybrid)

Werkabend  2  //  Mo. 11.01.2021, 20:00 (hybrid)

Werkabend  3  //  Mo. 08.02.2021, 20:00 (hybrid)

Werkabend  4  //  Mo. 08.03.2021, 20:00 (hybrid)

Finale/Abschluss // Mo. 12.04.2021, 20:00 (hybrid)


Hier die Übersicht aller Rechercheprojekte unter dem Dach des Meta Theater: 

Der Tanz mit dem Raum (AT)

Judith Rautenberg, Weimar 

Judith Rautenberg erforscht die Beziehung von Licht, Bühnenraum und Mensch: 

Licht- und Videoinstallationen aus dem öffentlichen Raum werden auf die Bühne übertragen. Hier werden sie zum Hauptakteur, verändern sich durch den Bezug zum, erst mal leeren, Bühnenraum und werden durch den menschlichen Körper des Performers erweitert. Wie verändert sich dadurch die Bühne, die Installation und die Handlung des Akteurs? 

Körperbilder – Stationen einer Heldin

Andrea Kilian, Ebersberg 

Greta Thunberg: Klima-Terroristin oder Heldin? Ihre Reden sind Ausgangspunkt einer physischen Annäherung: Inhalt u. Emotion werden auf eine tanzbare Essenz gebracht. Eine Suche nach d. Universalität im Werdegang einer modernen Jeanne d`Arc. Ein Selbstversuch: Durch „Embodiment“ (Verkörperung) v. Held*innen-Figuren wird die Auswirkung von Wahn, Hass, Glaube, Vision auf den Körper untersucht. 

Das Lied der Lieder

Reinhold Florian, Bruck 

Welches Lied wohnt in deinem Herz? Welcher Deiner Träume will geboren sein? Darf ich etwas nicht können und es trotzdem tun? Jacqueline D‘Arc macht sich auf die Reise zu ihrem Traum. Trifft sich mit Expert*innen rund ums Showbusiness, rund ums Träumen, rund ums Verwirklichen – und teilt die Erfahrungen ihrer Recherche im Netz. 

DIY Echo Chamber oder: Eine Ambi-Grammatik für morgen

Nicole Kleine, Berlin, Chantal Maquet, Hamburg, Steffen Wick, München 

Wie kann Kunst dazu beitragen, dass der Diskurs über wichtige Fragen unserer Zeit befruchtend wirkt statt uns weiter auseinander zu treiben? Fragen, Antworten und Reaktionen aus Interviews aus verschiedensten Echoräumen werden Ausgangsmaterial für Video-Visualisierungen, performative Transformationen, musikalische Bearbeitungen. Welche neuen Echokammern entstehen? 

SPIDERWEB – ein Duo von Tanz und Musik

Marja Burchard, München, Anna Orkolainen, Frankfurt 

Vernetzung. Zwei Frauen. Ein Raum. Suche nach Verschmelzung von Tanz und Musik. Wie ein Netz oder ein unterirdisches Wurzelwerk soll dieses Recherchevorhaben in Inhalt und Form Vernetztheit und Verwobenheit erforschen. 

Köpfe voller Brillen – es verschärft sich

I.L.Y.A.: Sahra Al-Yassin, Theresa Eirich, Franziska Glatt, Gladys Mwachiti, München 

Wir wollen uns auf die Suche machen: nach unseren eigenen blinden Flecken, nach Tabus, nach eigenen Privilegien. Durch welche Brillen sehen wir die Welt? Durch welche nicht? Und wer ist eigentlich mit „wir“ gemeint? Wer nicht? Welche künstlerischen Ausdrucksmittel das Unsichtbare am sichtbarsten machen, wollen wir gemeinsam erforschen. 

veröffentlicht unter www.fonds-daku.de/entscheidung-takecareresidenzen/

Presse:

Zur Presseseite

SZ, 04.12.2020 – Anspruch statt Almosen