Freitag 1. Mai 2026
mit Beginn der Dämmerung
Meta Theater, Osteranger 8, 85665 Moosach bei Grafing
Karten:
frei
DREAM ILLEGAL / KUNST ALS WIDERSTAND / Peter Kees
Kunst befreit den Geist vom Zwang des Willens – von der „Zuchthausarbeit des Wollens“, wie Schopenhauer es formulierte. In Zeiten wachsender Instabilität, politischer Polarisierung und sozialer Fragmentierung, begleitet von Einschränkungen der Kunstfreiheit, kann künstlerisches Handeln die Begrenzungen unseres Denk- und Handlungsraums verschieben.
Gerade in diesem Kontext erhalten Träume eine neue, tiefere Bedeutung. Was einst als private Sehnsucht galt, wird zunehmend als subversiver Akt verstanden. Zu träumen heißt, den Status quo infrage zu stellen, Zweifel zuzulassen und den Mut aufzubringen, Veränderung zu denken. Wer träumt, zweifelt. Wer träumt, wagt. Träumen wird zu einem Akt des Widerstands – unbequem, irritierend und radikal hoffnungsvoll.
DREAM ILLEGAL ist eine Einladung, das Unmögliche zu denken.
Die EMBASSY OF ARCADIA hat hierfür – ausgehend von der künstlerischen Aktion, dem Bannerflug „Dream Illegal“ 2025 über München, – KünstlerInnen bzw. Kollektive eingeladen, künstlerisch-aktivistische, nicht konforme, guerillaartige, subversive Strategien und Interventionen für den öffentlichen Raum zu entwickeln und dabei dem Gedanken KUNST ALS WIDERSTAND zu folgen. Geladen sind u.a. Rocco und seine Brüder, das Peng Collective, bankleer (Kasböck/Leitner), Mads Lynnerup und Manaf Halbouni.
Die Reihe beginnt mit der Projektion des Schriftzuges DREAM ILLEGAL an verschiedenen Orten im öffentlichen Raum – eine Intervention von Peter Kees. DREAM ILLEGAL verbietet nichts. Es fordert heraus. Es lädt ein, das Unmögliche zu denken. Flüchtig auf Fels, Wald, Wasser, Beton, Asphalt oder Architektur projiziert verschiebt der Schriftzug für einen Moment nicht nur die Wahrnehmung des Ortes; was eben noch vertraut erschien, irritiert. Die Worte fordern auf: Denke jenseits der Regeln. Sprenge Konventionen. Hinterfrage alles, was dir als selbstverständlich erscheint. Träume illegal. Handle ungehorsam. Lass dich nicht einschränken.
Alle Interventionen wollen öffentliche Räume künstlerisch zurückerobern und zugleich gesellschaftliche Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Diskussionen provozieren. Die Arkadische Botschaft betrachtet dabei Kunst als einen Möglichkeitsraum – ein Feld, das gesellschaftliche Strukturen hinterfragt, irritiert und inspiriert, als Resonanzraum der Wirklichkeit, als Denkraum für Freiheit. Träume illegal!
Ein Projekt von Peter Kees, finanziert durch Verbindungslinien/BBK aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.