Oliver Sacks

(Neurologe / Erzähler)

Oliver Sacks

photo courtesy of Columbia University

Oliver Sacks CBE (* 9. Juli 1933 in London, England) ist ein britischer Neurologe und Schriftsteller und bekannt durch seine populär-wissenschaftlichen Bücher, in denen er komplexe Krankheitsbilder anhand von Fallbeispielen in zwanglos-anekdotischem Stil allgemeinverständlich beschreibt. Sein Ziel ist es, neben der modernen Wissenschaft die betreffenden Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren, hinter jeder Erkrankung das individuelle Schicksal zu erkennen und die eigene Normalität in Frage zu stellen. Oliver Sacks stammt aus einer Arztfamilie. Er studierte Medizin am Queen’s College in Oxford. Nach einigen neurophysiologischen Forschungen siedelte er 1960 in die USA über. Nach zweijähriger Tätigkeit als Internist am Mount Zion Hospital in San Francisco forschte er von 1962 bis 1965 an der University ofCalifornia, Los Angeles.
1965 nahm er eine Professur für klinische Neurologie am Albert Einstein College ofMedicine in New York City an. Einige der Fallgeschichten zum Thema „Schlafkrankheit“ in seinem Buch „Zeit des Erwachens (Awakenings), thematisierte zunächst Harold Pinters Theaterstück „A Kind of Alaska“, bevor sie 1990 unter dem Titel Awakenings u. a. mit Robin Williams und Robert De Niro verfilmt wurden. Das machte Oliver Sacks weltweit populär, und viele seiner zwischenzeitig veröffentlichten Bücher zum Thema Parkinson-Krankheit, Tourette-Syndrom, Autismus, Agnosie und Gehörlosigkeit hatten eine große Nachfrage. Sacks Werke wurden bisher in 21 Sprachen übersetzt. 2002 wurde er mit dem WingateLiteraryPrize ausgezeichnet. Zur Zeit lebt Oliver Sacks in New York City, wo er eine eigene Arztpraxis unterhält und einen Ruf an die Columbia University angenommen. Dort wird er nicht nur als Mediziner, sondern auch in mehreren anderen Fachbereichen unterrichten, u.a. Musiktheorie.

www.oliversacks.com