HEIMAT-LOS / PODIUMSDISKUSSION


Sonntag 24. Juli 2916
14.00 Uhr
Brechtbühne, Theater Augsburg



Der alte Schöpfungsmythos Enuma Elisch wird mit mehreren Generationen der Augsburger Assyrer auf die Bühne gebracht und zeigt seinen Gehalt im Lichte aktueller Fragen. Wo ist Heimat und woher kommt dieses Gefühl? Eine kulturelle Identität stärkt und schweißt zusammen, aber schließt auch aus. Angst vor Neuem, Unbekanntem, Anderen hat als Gegenpol den Mut zur Veränderung, zur souveränen Handhabung einer zunehmend instabilen Welt. Schlagwörter wie Integration, Assimilation, abendländische Werte oder Pflege des Brauchtums sind in aller Munde, und oft wird die assyrische Gemeinde in Augsburg als Paradebeispiel für gelungene Integration zitiert. Ist dem so und warum oder warum nicht? Auf dem Podium diskutieren Historiker, Ethnologen und interkulturell arbeitende und forschende Experten über den Begriff der Heimat und die Möglichkeiten eines bereichernden Zusammenlebens.

Referenten: Dr. Simone Egger (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck), Dr. Aryo Makko (Historisches Institut, Universität Stockholm), Düzgun Polat (Interkultureller Trainer, Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH) und Dr. Azadeh Sharifi (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Freie Universität Berlin); Moderation: Dr. Margret Spohn; Konzept: Gabi Sabo und Axel Tangerding.

Organisation und Produktion: Meta Theater in Zusammenarbeit mit dem Mesopotamien Verein Augsburg und dem Theater Augsburg, mit freundlicher Unterstützung durch den Fonds Soziokultur, die Stadt Augsburg, Kulturamt, Friedensbüro und die Stadt Augsburg, Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt, sowie durch FiLL, Forum Interkulturelles Leben und Lernen, und die Stadtsparkasse Augsburg.