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Lafcadio Hearn
Akira Matsui Nó Theater |
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Lafcadio Hearn Lafcadio Hearn,
geboren 1850 in Griechenland, aufgewachsen in Irland, wurde als
"vielleicht der einzige Europäer" bezeichnet,
"der Japan ganz gekannt und geliebt hat." (Hugo von
Hoffmannsthal).
Der Überdruß an der westlichen
Industriegesellschaft brachte Hearn 1890 nach Japan, das ihm zur
neuen Heimat wurde. Er ging ganz in der fremden Kultur auf und
verfaßte bis zu seinem Tod 1904 elf Erzählbände, in
denen er das japanische Leben mit größter
Einfühlsamkeit beschreibt. Die erste Erzählung beruht auf
einer alten Geschichten aus dem Konseki-Monogatari. Akira Matsui
Akira Matsui ist in der japanischen Nô Welt
eine ungewöhnliche Persönlichkeit. Er war Schüler von Minoru Kita, gehört als Shite (Hauptdarsteller)
der renomierten Kita Nô Schule an und ist regelmäßig in
deren berühmten Nô Aufführungen in Tokyo, im Kita Nô
Theater im Stadtteil Meguru, zu sehen.
Doch Akira Matsui ist nicht
nur ein Meisterdarsteller in der subtilen Kunst
des traditionellen Nô Theaters, sondern er adaptiert und inszeniert
auch Stücke westlicher Autoren. So fanden seine
eigenwilligen Shakespeare und Beckett Interpretationen in den USA sowie in Australien in den
vergangenen Jahren großen Anklang. 1992 kam er auf Einladung des
Meta Theaters zum ersten Mal nach Deutschland, 1993 kam
es dann zu einer ersten Zusammenarbeit. "Ich versuche, den Stil des Nô unversehrt zu
lassen, doch ich will Nô in einer anderen Form aufführen,
so wie es noch nie zuvor gemacht wurde, ich will Nô konfrontieren mit neuen Ausdrucksmöglichkeiten." Nó Theater Die über 600 Jahre alte, über Generationen hinweg vom
Vater auf den Sohn weitergegebene Kunst des
japanischen Nô Theaters hat ihren Ursprung in shintoistischen Festtänzen und buddhistischen Tanzdramen. Mit
minimalsten Bewegungen kann der Nô Spieler größte Wirkung erzielen. Nô
Tanz ist Reduktion der Bewegung in vollendeter Form und
unterscheidet sich grundlegend von westlichen Tanzstilen. |
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