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Auszüge aus den
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Mishimas Theaterstück Aoi basiert auf einem klassischen Stoff des
japanischen Nô Theaters. Die moderne Adaption versetzt die Handlung
in ein Krankenhaus. Die drei Figuren sind in ein tragisch endendes
Geflecht aus Hass, sexuellen Begierden und grenzenloser Leidenschaft
versponnen. . . . Mishima habe seine Obsessionen mit Poesie verbunden,
worin der Regisseur George Ferencz seine Bedeutung sehe. Ferencz lege
bei allen seinen Aufführungen Wert darauf, die Sprachbarrieren zu
überbrücken. Seine Zuschauer sollten die gezeigten Stücke verstehen,
auch wenn sie die Sprache nicht beherrschten. Daher arbeite er stark
mit Aktionen und Handlungen, über die der innnere Zustand der Figuren
sichtbar würde. Dies habe er auch im japanischen Nô Theater entdeckt,
das mit einer starken Betonung der Gestik und Mimik arbeite. Der sprachliche
Ausdruck trete zugunsten des körperlichen zurück. . . . . Mishimas
Stück Aoi, eine Dreiecksgeschichte um besitzergreifende Liebe, ist
immer aktuell.
Süddeutsches Zeitung /ENN Kultur 3./4.Juni 2000 ."der Text sei das stärkste Mittel", sagt Ferencz. Wie ein Gedicht
klinge jedes einzelne Michima Wort in seinen Ohren. Das sei Poesie
pur. Er als Regisseur habe gemeinsam mit Darstellern und Bühnenbildner
lediglich die Aufgabe, den poetischen Text mit Magie zum Pulsieren
zu bringen. Zeit und Raum existieren nicht. Das Stück spielt gezielt
zwischen Realität und Fiktion und erzählt eine verworrene Liebesgeschichte.
. . .Watoku Ueno hat einen abstrakten Raum geschaffen . . .Weiße Tücher,
die sich über und um alte Baumäste spannen, symbolisieren das Krankenhaus.
. . ."Jeder soll verstehen können" sagt Ferencz. Darum arbeite er
mit einer starken visuellen Bildsprache sowie Musik. Und natürlich
weiß er auch von diesem elektrisierendem Gefühl. Er drückt es so aus:
"Sex is in the air."
Süddeutsche Zeitung / ENN Kultur 7.Juni 2000 Was in dem Stück des japanischen Schriftstellers Yukio Michima Realität,
was Fiktion ist, bleibt ungeklärt. Da gibt es keine Abgrenzung: Rätsel
bleiben gewollt offen. . . Das Meta Theater setzt auf symbolische
Bilder anstatt auf Dialogschlachten. Worte erklären lediglich Zusammenhänge.
. . .Aoi, ein ungewöhnliches Stück, das das Meta Theater auf außergewöhnliche
Art und Weise inszeniert hat.
Ebersberger Zeitung 1./2.Juli 2000 Theater hautnah: das bietet mit seiner neuesten Produktion Aoi das
Meta Theater. Ein von Obsessionen und Leidenschaftlichkeit, von Energie
wie Agression strotzendes Stück in einer Inszenierung, bei der die
greifbare Körperlichkeit auch den Betrachter an die Schmerzgrenze
führt. Das Drama um eine selbstzerstörerische Liebe, um Selbsthass
wie Unterwürfigkeit setzt Regisseur George Ferencz als ein an archaischen
Mustern reiches Spiel um. . . Die gekonnt ausgeleuchtete Bühne unterstützt
die angerissenen Metamorphosen: vom Krankenhaus hin zu einem Bootsausflug
und wieder zurück. Das Licht konturiert gemeinsam mit den eingespielten
Geräuschen die Daseinsebenen und schafft so Transparenz. . . . Der
Meta Theater Truppe gelingt es, Michimas Stück ohne Pomp in einer
energiegeladenen Inszenierung umzusetzen, ohne atemlos zu werden.
. .
Hallo Ebersberg 5./6.Juli 2000 Ein Liebesdrama aus der Vergangenheit, das die Gegenwart erneut zu
verwirren droht. . . .Die poetische Sprache und die ganz eigen Bildsymbolik
des Autors machen diesen nächtlichen Schrecken zu einem subtilen und
vielschichtigen Theatererlebnis. . .
Ebersberger Zeitung 10.Juli 2000 Gelungenen Mischung aus Spiel und Dialog Yukio Mishimas Stück Aoi
findet in der mit modernen wie auch mit Mitteln des Tanztheaters arbeitenden
Inszenierung in der Meta-Theater-Truppe Mimen, denen eine Verbindung
aus den aktuellen Themen des Stückes und der an das japanische Nô
Spiel angelehnten Umsetzung ein ausdrucksstarker und wuchtiger Bilderreigen
gelingt. . . Das Stück in der Inszenierung des am New Yorker La Mama
Theater arbeitenden George Ferencz setzt diese Zwischenwelten durch
eine reich nuancierte, alle Sinne ansprechende Aufführung um. . .
Die gelungene Kombination visueller und akustischer Elemente unterstützt
das dem Dialog gleichgewichtige angelegte Spiel. . . .Das Meta Theater
erlebte am Premierenabend eine durch die abwechslungsreichen Tempi
der Inszenierung die Spannung haltende Aufführung. Im fast vollbesetzten
Theater kam der Beifall am Ende auffallend zögerlich, nicht, weil
die exzellente Vorstellung nicht gefiel, sondern die starken Bilder
ihre Beobachter gefangen hielt.
Süddeutsche Zeitung / ENN Kultur 10.Juli 2000 Skuril und verspielt, mit ungewohnt ausdrucksstarken Bildern hat
Regisseur George Ferencz vom New Yorker La Mama Theater das moderne
Nô Drama von Yukio Mishima umgesetzt. Und das vor einem fantastischen
Bühnenbild seines New Yorker Kollegen Watoku Ueno. Eine hölzerne Bühne,
die schlicht und unkompliziert wirkt, aber enorm aufwendig gestaltet
ist. Erst während der Aufführung begreift der Besucher die Raffinessen
und Möglichkeiten dieses Bildes. . . . Alles nur geträumt? ist nicht
die einzige Frage, die am Ende offen bleibt, weil das Meta Theater
auf aussagekräftige Bilder und die Sprache des Körpers setzte: Der
symbolhafte Erzähl-Gestus beherrscht das Spiel, was der erfahrenen
Meta-Gruppe einmal mehr gelingt. Ein Erlebnis, das man sich nicht
entgehen lassen sollte. Das Meta Theater beweist einmal mehr Mut zu
eigenwilligem Stil und Kreativität. |
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Meta Theater Stand September 2000 |
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