LESUNG MIT PROF. GINO CHIELLINO
Für die Lesung im Meta Theater hat Gino Chiellino eine Auswahl aus Gedichten zusammen gestellt, aus seinem neuesten Gedichtband “Landschaften aus Menschen und Tagen” erschienen bei Hanser. Es sind sehr sinnliche Gedichte, die vor allen auf Erfahrungen mit mediterranen Landschaften und seine interkulturellen Erfahrungen zurück gehen. Gino Chiellino ist wegen seiner narrativen Art, Gedichte vorzutragen, bekannt, gewissemaßen jedes Gedicht durch Erzählen auferstehen zu lassen. Das Erzählen dient ihm und seinen Zuhörern dazu, um sich gemeinsam in die kulturelle, psychologische Atmosphäre zu versetzen, die zu Geburt des Gedichts beigetragen hat. Erst dann wird das Gedicht vorgetragen. Im Anschluß an die Lesung findet ein Gespräch mit dem Publikum statt.
Die Lesung findet in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Kirchseeon und der Montessori-Schule Niederseeon und mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung statt.
Gino (Carmine) Chiellino, geboren 1946 in Carlopoli/Italien, lebt seit 1970 in Deutschland, z. Z. in Augsburg, wo er als Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft tätigt ist. Dresdner Poetik, 2001; Gastpoet bei dem Weltkongreß der IVG in Vancouver,1995; Videofilm „Gino Chiellino“, hg. vom Goethe-Institut München, 1992; Gast bei dem Weltkongreß der IVG in Tokio, 1990. Adelbert von Chamisso Preis, München 1987. Seit 1985 Lesereisen in: Italien, Ungar, Niederlande, Canada, Japan, Schweiz, Österreich, Polen, USA, Spanien und Finnland. – Gedichte von Gino Chiellino bilden die Grundlage für den Film “Felice heißt der Glückliche” von Hilde Bechert und Klaus Dexel, 1984; Mitbegründer von “PoLiKunst” (Polynationaler Literatur und Kunstverein, e.V. 1980-87) und Vorsitzender: 1981-84.
Werke: Mein fremder Alltag, Gedichte 1984; Sehnsucht nach Sprache, Gedichte 1987; Sich die Fremde nehmen, Gedichte1992. Sowie: Interkulturelle Literatur in der Bundesrepublik.
Ein Handbuch“, 2000; Liebe und Interkulturalität. Essays 1988-2000, 2001 u. Parole erranti. Saggi 1995-2000, 2001.
Zeitungsbesprechung:
„Eine kleine begeisterte Gruppe an Zuschauern erlebte einen „interkulturellen“ Abend, reflektierend die beiden Sprachen: deutsch als das Fremde und italienisch als das Wiederentdeckte. Diese Spiegelung prägte die Lesung im Meta Theater von und mit Gino Chiellino, der eine Auswahl aus Gedichten zusammen gestellt hatte, die in enger Verbindung mit den Meta Theaterproduktionen Gilgamesch und Babylon entstanden sind. Besonders eindrucksvoll waren seine sehr sinnliche Gedichte, die vor allen auf Erfahrungen mit mediterranen Landschaften zurück gehen. Besonders ungewöhnlich ist seine narrative Art, Gedichte vorzutragen. Das Erzählen als Vorgang und Prozeß und daraus die Geburt des Gedichts. Eine Lesung der besonderen Art wurde mit Beifall bedacht.“

